
Von David
·
15. Juni 2026
·
8 Min. Lesezeit
Momoyoga und yoganear.me haben etwas gemeinsam, das auf diesem Markt selten ist: Beide wurden für Yoga gebaut, nicht aus Fitnessstudio-Software umgebaut. Kein nachträglich angeflanschtes Kassensystem, keine Terminologie, bei der „Kurs" heimlich für Spinning steht. Wenn du die großen Alles-in-einem-Plattformen schon ausgeschlossen hast, landest du wahrscheinlich beim Vergleich dieser beiden, und die Unterschiede sind real. Sie sind nur anders als die übliche Fitnessstudio-gegen-Yoga-Geschichte.
Kurze Offenlegung: yoganear.me ist unsere Plattform. Unser Gründer hatte ein Yogastudio in Glasgow, bevor er sie gebaut hat, wir kennen diese Entscheidung also von beiden Seiten. Wir versuchen, so fair wie möglich zu sein. Momoyoga ist ein wirklich sympathisches Produkt, und für manche Studios ist es die richtige Wahl. Schauen wir uns an, wo welches Produkt passt.
Momoyoga hat sich seinen Ruf verdient. Es ist yoga-spezifisch, einfach, und Studioinhaber:innen beschreiben es durchweg als angenehm im Alltag. Dein Stundenplan, deine Schüler:innen, deine Zahlungen, ohne den Enterprise-Ballast, der größere Plattformen anstrengend macht.
Auch die Preise sind erfreulich transparent. Es gibt einen kostenlosen Plan für Lehrer:innen am Anfang (mit 5 % Plattformgebühr auf Online-Zahlungen und eingeschränkten Ticket-Typen), einen Standard-Plan für 29 € im Monat bei jährlicher Abrechnung (39 € bei monatlicher Abrechnung), einen Plus-Plan für 59 € bei jährlicher Abrechnung (79 € monatlich) und einen Custom-Tarif für 179 € für größere Betriebe. Eine 14-tägige Testphase, keine Kreditkarte nötig. Die bezahlten Pläne bieten unbegrenzte Stunden und Schüler:innen, ohne Gebühren pro Buchung; Zahlungen laufen über Stripe zu Standardraten.
Diese Transparenz zählt, und viele Studios sind dort glücklich. Warum also überhaupt einen Vergleich schreiben?
Hier ist das Detail, das die Rechnung für die meisten Studios verändert. Auf Momoyogas eigener Preisseite sind wiederkehrende Mitgliedschaften ein Plus-Feature, zusammen mit eigenem Branding, Rabattcodes, anpassbaren E-Mails, Mailchimp-Integration und mehreren Vollzugriff-Mitarbeiter:innen-Konten.
Mitgliedschaften sind kein nettes Extra. Für die meisten Studios ist wiederkehrender Umsatz der Unterschied zwischen Raten und Wissen, was nächsten Monat reinkommt. Genau dort entscheidet sich Kundenbindung. Das bedeutet: Der praktische Momoyoga-Preis für ein mitgliedschaftsgetriebenes Studio liegt nicht bei 29 €. Er liegt bei 59 € im Monat bei jährlicher Abrechnung, oder 79 € bei monatlicher Abrechnung.
Immer noch vertretbar. Aber es ist das bekannte Tarif-Muster im Kleinen: Die Funktionen, mit denen dein Studio wächst, liegen einen Plan höher. Du startest mit Standard, und in dem Moment, in dem du eine monatliche Mitgliedschaft verkaufen willst, upgradest du.
Tarife haben wir, aber es hängt keine Funktion daran. Jedes Studio bekommt von Tag eins an alles: Stundenplanung und Online-Buchung, Mitgliedschaften, Stundenkarten, Workshops, Kurse, Einzelstunden und Termine, Wartelisten, digitale Haftungsausschlüsse, Umsatzberichte und Lehrer:innen-Abrechnung mit vier Vergütungsmodellen (Pauschale, Pauschale plus Bonus pro Schüler:in, prozentuale Umsatzbeteiligung und Monatsgehalt). Termine decken auch Einzelbehandlungen wie Massagen ab, falls dein Studio die anbietet.
Das sollte man ruhig ausbuchstabieren: Wiederkehrende Mitgliedschaften, dein eigenes Branding, Rabattcodes und mehrere Team-Konten – also der Kern dessen, was Momoyoga für Plus reserviert – sind bei uns in jedem Tarif dabei, auch im kostenlosen.
Du kannst das Abo ganz überspringen: Unser Free-Tarif enthält alle Funktionen und kostet 5 % pro Buchung. Wenn dir ein fester Preis lieber ist, kostet Solo 39 € im Monat und Studio 99 € (89 £ in Großbritannien, 99 $ in den USA, mit entsprechenden Preisen in über 30 Währungen), beide ganz ohne Provision. Zahlungen laufen über Stripe Connect oder PayPal direkt auf dein Konto. Wir halten dein Geld nie zurück und schlagen nichts auf die Verarbeitungsraten auf: Für europäische Studios sind das Stripes Standard 1,5 % + 0,25 € auf EWR-Karten, genauso viel, wie du auch bei Momoyoga zahlen würdest.
Keine Verträge, und für den Start im Free-Tarif brauchst du überhaupt keine Kreditkarte. Dazu 2–3 persönliche Onboarding-Calls, denn Software zu wechseln, während du ein Studio führst, ist für niemanden ein Vergnügen.
Dein Studio bekommt außerdem eine gebrandete Buchungsseite auf einer eigenen Subdomain plus ein einbettbares Widget für deine bestehende Website, sowie ein Profil auf dem yoganear.me-Marktplatz und in der mobilen App, über das dich Menschen finden, die in deiner Stadt nach Yoga suchen. Auch darauf gibt es keine Provision; solche Buchungen kosten genau das, was deine übrigen Buchungen kosten.
Die App verdient ein eigenes Wort. Sie ist brandneu, 2026 auf einem modernen Stack gebaut, und Schüler:innen erledigen die gesamte Buchung direkt darin: eine Stunde finden, buchen und direkt mit Apple Pay, Google Pay oder Karte bezahlen. Momoyoga hat ebenfalls eine App für Schüler:innen, leitet sie laut eigener Support-Dokumentation für die Bezahlung aber in den Browser um, da die App keine In-App-Käufe unterstützt. Eine Kleinigkeit, bis du zusiehst, wie sich ein:e Erstbucher:in auf dem Handy mühsam durch einen Browser-Checkout kämpft.
Noch etwas, da wir beide yoga-spezifisch sind: Die beiden Produkte fühlen sich in der Nutzung sehr unterschiedlich an. Die Gestaltung von yoganear.me ist modern und ruhig, und der gesamte Ablauf (vom Stundenplan des Studios bis zur Buchung der Schüler:innen) ist darauf ausgerichtet, wie Yogastudios wirklich arbeiten. Wir sind befangen, also nutz die kostenlose Testphase und vergleich die beiden nebeneinander. Das ist die Art Unterschied, die du in den ersten zehn Minuten merkst.
Das ist der Teil, den die meisten Vergleiche auslassen. Wir lassen ihn nicht aus.
Die 5 % unseres Free-Tarifs entsprechen Momoyogas 39-€-Standard-Plan bei etwa 780 € Buchungen im Monat und dem 79-€-Plus-Plan bei etwa 1.580 €. Unser Solo-Tarif kostet 39 € – der Standard-Preis mit dem Funktionsumfang von Plus, weil wir nichts wegsperren.
Also, ehrlich gesagt:
Kleines oder saisonales Studio (unter ca. 780 € Buchungsumsatz im Monat): Der Free-Tarif kostet weniger als jedes Momoyoga-Abo – und enthält trotzdem alles. 500 € in einem ruhigen August machen bei uns 25 €; bei Plus zahlst du 59 €, ob jemand auf der Matte stand oder nicht.
Eine Lehrkraft mit eigenem Stundenplan: Solo kostet 39 € im Monat, also genau den Standard-Preis, kann aber mehr als Plus, und pro Buchung kommt nichts dazu. Bei Momoyoga liegt dasselbe Paket – Mitgliedschaften, Branding, Rabattcodes, mehrere Konten – erst bei Plus für 59 € jährlich oder 79 € monatlich.
Durchgehend volles Studio mit Team (deutlich über 2.000 € im Monat, jeden Monat): Hier kann Momoyoga die günstigere Rechnung sein. Unbegrenzt viele Lehrer:innen- und Team-Konten heißen bei uns Studio-Tarif für 99 €, und Plus kostet bei jährlicher Abrechnung 59 €. Wenn dein Umsatz das ganze Jahr hoch und stabil bleibt und Plus alles abdeckt, was du brauchst, ist das die ehrliche Antwort.
Was ein fester Tarif bei uns nicht macht: dir einen ruhigen Monat berechnen, den du gar nicht hattest. Alle Tarife laufen monatlich, und du kannst in beide Richtungen wechseln – durch einen vollen Winter im Studio-Tarif, im Sommer zurück in den Free-Tarif, wo du 5 % von dem zahlst, was tatsächlich reinkam. Ein im Voraus bezahltes Jahresabo kostet im August dasselbe wie im Januar.
Und falls du mit Momoyogas kostenlosem Plan liebäugelst: Er nimmt 5 % Plattformgebühr auf jede Online-Zahlung, zusätzlich zu Stripes Gebühren, und schränkt deine Ticket-Typen ein. Derselbe Satz wie bei uns – nur dass unser Free-Tarif die komplette Plattform mitbringt.
Einen breiteren Blick auf die Preise im gesamten Markt findest du in unserer Analyse der Preise für Yoga-Studio-Software.
Momoyoga passt gut, wenn du Solo-Lehrer:in oder ein kleines Studio mit stabilem, planbarem Umsatz bist; der kostenlose Plan deine Bedürfnisse in der Anfangsphase deckt; du ein einfaches, bewährtes Tool willst und der Funktionsumfang von Plus reicht; oder du ein ganzjährig volles Studio mit Team führst und Plus im Jahresabo schlicht der niedrigste feste Preis ist, den du bekommst.
yoganear.me passt besser, wenn dein Umsatz saisonal ist oder noch wächst und du lieber proportional dazu zahlst; du Mitgliedschaften, Lehrer:innen-Abrechnung, Workshops, Kurse und Termine ohne Tarif-Upgrade willst; du international arbeitest und 8 Sprachen und über 30 Währungen brauchst; oder du Marktplatz- und App-Sichtbarkeit neben deiner eigenen gebrandeten Buchungsseite willst.
Beide sind ehrliche Tools, die für Yoga gebaut wurden. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie dein Umsatz verläuft und welche Funktionen du von Tag eins an brauchst.
In beide Richtungen läuft der Wechsel ähnlich ab: Exportiere deine Schüler:innendaten, baue deinen Stundenplan und deine Preisprodukte neu auf und informiere deine Stammschüler:innen vor dem Wechsel. Natürliche Übergänge (Jahreswechsel, nach dem Sommer) sind besser als eine Migration mitten in der Saison.
Wenn du zu yoganear.me wechselst, decken die Onboarding-Calls Datenimport und Einrichtung ab, und es gibt keinen Vertrag zu unterschreiben, sodass dich das Ausprobieren nichts kostet außer etwas Zeit. Eine Funktionstabelle im direkten Vergleich findest du auf unserer Momoyoga-Vergleichsseite. Und wenn du mehr als diese beiden Plattformen abwägst, deckt unser Leitfaden zur besten Yoga-Studio-Software das breitere Feld ab, inklusive wie beide gegen Mindbody abschneiden.
Fragen dazu, ob yoganear.me zu deinem Studio passt? Frag uns direkt. Auch wenn die ehrliche Antwort am Ende Momoyoga heißt, bekommst du sie von Leuten, die tatsächlich ein Studio geführt haben.
Ist yoganear.me günstiger als Momoyoga?
Unter etwa 780 € Buchungsumsatz im Monat: ja, da ist der Free-Tarif günstiger als jedes Momoyoga-Abo. Trägt eine Lehrkraft deinen Stundenplan, kostet Solo 39 € – so viel wie Standard monatlich und weniger als die 59 bis 79 € für Plus, den ein Mitgliedschaftsstudio eigentlich braucht. Mit Team landest du darüber beim Studio-Tarif für 99 €, und da ist Momoyoga Plus mit 59 € bei jährlicher Abrechnung günstiger. Das ist der ehrliche Kompromiss.
Sind Mitgliedschaften bei Momoyoga inklusive?
Wiederkehrende Mitgliedschaften sind laut Momoyogas eigener Preisseite ein Feature des Plus-Plans (59 €/Monat bei jährlicher Abrechnung, 79 € monatlich). Bei yoganear.me sind Mitgliedschaften für jedes Studio inklusive, ohne Tarifstufe.
Berechnen beide Plattformen Buchungsgebühren?
Momoyogas bezahlte Pläne verlangen keine Gebühr pro Buchung; der kostenlose Plan berechnet 5 % Plattformgebühr auf Online-Zahlungen. yoganear.me hat einen Free-Tarif mit 5 % pro Buchung und bezahlte Tarife ganz ohne Provision. Beide berechnen zusätzlich die Standardraten des Zahlungsdienstleisters (Stripe bei Momoyoga; Stripe oder PayPal bei yoganear.me, direkt auf dein Konto ausgezahlt).
Kann ich beide vor der Entscheidung testen?
Ja. Momoyoga bietet eine 14-tägige Testphase; bei yoganear.me brauchst du für den Free-Tarif gar keine Kreditkarte, und die persönlichen Onboarding-Calls sind dabei. Beides zwei Wochen lang am echten Stundenplan auszuprobieren, ist ehrlich gesagt der beste Weg zu einer Entscheidung.

Wenn du ein Yogastudio führst, bist du garantiert schon über Mindbody gestolpert. Es ist der Platzhirsch unter der Wellness-Buchungssoftware: Zehntausende Unternehmen weltweit nutzen es, und es gibt die Plattform schon seit 2001. Umfassend? Auf jeden Fall. Aber umfassend heißt nicht automatisch richtig für ein Yogastudio.
8 Min. Lesezeit
·
8. Juli 2026

Volle Transparenz vorweg: yoganear.me ist unsere Plattform – und eine der Plattformen in diesem Vergleich. Unser Gründer hatte ein Yogastudio in Glasgow, hat die ganze Zeit Mindbody genutzt und jede Alternative recherchiert, während er yoganear.me gebaut hat. Hier ist unsere ehrliche Einschätzung zu jeder Option, einschließlich der Schwächen unserer eigenen Plattform.
15 Min. Lesezeit
·
12. März 2026

Es ist März. Der Januar-Ansturm ist vorbei. Dein Abend-Vinyasa hat wieder sechs Stammgäste und jede Menge leere Mattenplätze. Und dann siehst du dieselbe Softwarerechnung wie vor acht Wochen, als das Studio voll war. Irgendwas stimmt da nicht.
7 Min. Lesezeit
·
10. März 2026